Die vollständigen Interviews mit den beiden Präsidenten
Im Jubiläumsmagazin blieb nur Platz für eine Kurzfassung – nun sind die ausführlichen Gespräche mit Faton Ramadani, Präsident FC Wil 1900 Breitensport und Maurice Weber, Präsident der FC Wil 1900 AG, online zu lesen. Darin sprechen sie über die Bedeutung des 125-Jahr-Jubiläums, die Rolle der Vereine für die Region sowie ihre Visionen für die Zukunft. Ein spannender Einblick, wie Breitensport und Profibereich gemeinsam den FC Wil 1900 stark machen.


1. Was bedeutet dir persönlich das 125-Jahr-Jubiläum des FC Wil 1900?
Maurice: Es ist ein Jubiläum, auf das ich mit grossem Stolz zurückblicke. Gerade in den jüngeren Jahrzehnten des FC Wil 1900 ist sehr viel passiert. Wir haben grosse Erfolge feiern dürfen, waren aber auch oft in sehr grossen Schwierigkeiten. Als ich 2017 das Amt des Präsidenten übernahm, war es zunächst mein Wunsch, dass dieser Verein am Leben erhalten wird. Mittlerweile ist daraus viel mehr entstanden: eine Liebe, enorm viel Arbeit – und etwas, das in der Schweiz in dieser Form einzigartig ist, nämlich die konsequente Ausrichtung auf den Nachwuchs. Das macht mich persönlich extrem stolz.
Faton: Für mich ist dieses Jubiläum weit mehr als nur eine Zahl – es ist ein emotionaler Meilenstein. Die Gründer des FC Wil 1900 haben damals wohl nicht geahnt, dass sie Geschichte schreiben – und zwar eine, die heute schon über 125 Jahre andauert.
Ganz nach dem Motto: „We didn’t realize we were making memories – we just knew we were having fun.“
Sie spielten aus Liebe zum Fussball – und genau daraus ist etwas Grosses gewachsen. Ich persönlich, und ich denke viele andere im Verein auch, empfinde grossen Stolz, Teil dieser Geschichte zu sein. Gleichzeitig erinnert uns das Jubiläum daran, dass wir alle „nur“ ein Kapitel in dieser langen Vereinsgeschichte sind – und dass es unsere Verantwortung ist, unser Kapitel mit möglichst vielen positiven Momenten zu füllen.
Das 125-Jahr-Jubiläum, das in enger Zusammenarbeit zwischen dem Verein FC Wil 1900 und der FC Wil AG realisiert wird, ist genau so ein Moment – einer, der verbindet, inspiriert und in Erinnerung bleibt.
2. Der FC Wil ist heute viel mehr als nur ein Fussballverein. Was macht für dich die Identität des Clubs aus?
Maurice: Die Antwort ist für mich ganz klar: Es ist das Bekenntnis zur Region. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir oft versucht, den FC Wil 1900 grösser zu denken – mit teils aus heutiger Sicht fragwürdiger Entscheidungen. Heute sind wir im Verwaltungsrat überzeugt, dass wir einen solchen Verein nur aus der Region heraus wirklich entwickeln können. Jede entscheidende sportliche und administrative Entscheidung beruht darauf, ob wir sie aus der Region stemmen können. Wir haben heute eine hervorragende Nachwuchsarbeit – von den Allerkleinsten in der Bärenakademie bis hoch zur U18. Wir pflegen eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem FC St.Gallen. Wir sind heute nahe an dem Punkt, dass das Konstrukt so ist, wie ich es mir damals im Jahr 2017 vorgestellt habe.
Faton: Für mich ist der FC Wil ein Ort, an dem Menschen wachsen – sportlich, persönlich und miteinander. Ein Verein, der zwar gross geworden ist, aber nie zu gross, um nicht wie eine Familie zu funktionieren. Diese besondere Mischung aus Professionalität und Nähe macht unsere Identität aus.
Der FC Wil ist vielfältig und spiegelt die Stadt Wil in ihrer ganzen Breite wider – genau deshalb sollte sich jeder Wilnerin auch mit dem Verein identifizieren können.
Hier wird wirklich Fussball für alle geboten: Von der Fussballschule über den Fussball zum Spass, den leistungsorientierten Breitensport, den Spitzensport – bis hin zum Profibereich. Und das alles an einem Ort, der sich trotz Entwicklung heimatlich und vertraut anfühlt: dem Sportpark Bergholz.
Denn bei uns zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin – geprägt von Respekt, Vielfalt und echtem Zusammenhalt.
3. Wo siehst du die grössten Unterschiede – und wo die stärksten Gemeinsamkeiten – zwischen Breiten- und Spitzensport beim FC Wil?
Maurice: Wie es eben schon heisst: Die einen bewegen sich im Spitzenfussball, die anderen im Amateurfussball. Und so ist auch der Professionalisierungsgrad ein anderer. Grundsätzlich ist der Breitensport für uns ein sehr wichtiger Partner. Der FC Wil 1900 Breitensport ist einer von 18 Stützpunktvereinen in der Region. Sie bringen ihre besten Talente zu uns in den Spitzensport – und das ist entscheidend für unsere künftige Entwicklung. Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit. Gerade die Integration der U20 in den FC Wil 1900 Breitensport hat gezeigt, wie gut das funktioniert. Auch die Frauenmannschaft hat den umgekehrten Weg gemacht – vom Breitensport in den Spitzensport.
Faton: Der grösste Unterschied liegt ganz klar im Anspruch – sportlich wie finanziell, im Leistungsdruck und im Tempo. Doch trotz dieser Unterschiede teilen beide Bereiche dieselbe Basis: Leidenschaft, Disziplin, Teamgeist – und vor allem die Liebe zum Fussball in einer nach wie vor familiären Umgebung, auch als Stadtverein.
Was viele nicht sehen: Beide Bereiche profitieren voneinander und können wertvolle Synergien nutzen. Der Spitzensport gibt Perspektive – er lässt junge Spieler:innen vom Profifussball träumen und zeigt, dass dieser Traum erreichbar sein kann.
Der Verein (Breitensport) – mit unserer „Zweiklang“-Vision – schafft hingegen die Grundlage dafür: Er ermöglicht die ersten Schritte, vermittelt Werte, weckt Begeisterung und macht das Träumen überhaupt erst möglich.
4. Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen euch beiden? Wo läuft’s rund – wo seht ihr noch Luft nach oben?
Maurice: Frage 4: Wie funktioniert die Zusammenarbeit – und wo gibt es noch Luft nach oben? Natürlich gibt es immer verschiedene Interessen und Ansprüche. Wir führen Diskussionen – in ganz unterschiedlichen Dimensionen. Der Spitzensport ist professioneller aufgestellt, wir verfügen über andere finanzielle Mittel. Das schmälert aber die Arbeit des Breitensports überhaupt nicht. Ich glaube wirklich, dass Faton Ramadani, der Präsident des Breitensports, recht hat: Das Jubiläumsjahr hat gezeigt, dass wir ein gemeinsamer Verein sind – ein menschennahes, familiäres Gefüge in der Region.
Faton: Die Zusammenarbeit funktioniert grundsätzlich gut – besser als auch schon. Wir arbeiten heute enger, offener und zielgerichteter zusammen, was absolut Sinn macht: Denn wir tragen dasselbe Logo, dieselben Farben, teilen dieselbe Infrastruktur – und wir wollen beide, dass der FC Wil 1900 bärenstark auftritt.
Natürlich gibt es auch unterschiedliche Interessen und Ansprüche, was in einem Konstrukt aus Verein und AG ganz normal ist. Diese Unterschiede können aber bei Aussenstehenden, die das Zusammenspiel nicht genau kennen, zu Missverständnissen führen.
Zum Beispiel darf nicht der Eindruck entstehen, dass der Verein nur dann wichtig ist, wenn „Manpower“, sprich Helfer:innen gebraucht werden – und ansonsten nur als einer von vielen Partnervereinen gesehen wird. Denn: Der Verein FC Wil 1900 ist nicht irgendein Verein – er ist der Ursprung, das Herz und die Basis des gesamten Clubs.
Natürlich gibt es immer Luft nach oben und Optimierungspotenzial – insbesondere, wenn es darum geht, Verein und AG noch enger und konstruktiver als starke Einheit weiterzuentwickeln, trotz gewisser Rollendifferenzen.
Das Jubiläumsjahr hat eindrucksvoll gezeigt, dass das möglich ist. Wenn Verein und AG als menschnahes, respektvolles und familiäres Gefüge auftreten, profitieren alle – auch die Stadt Wil und Umgebung.
5. Welche Rolle spielt der FC Wil Breitensport für die Region, gerade auch für Kinder und Jugendliche?
Maurice: Eine sehr grosse. Wir haben durch das Konstrukt Future Champ Ostschweiz und unsere nationalen Gegebenheiten die Chance, dass von unseren Stützpunktvereinen die besten Talente zu uns nach Wil kommen. Das gilt für den Männer- wie auch für den Frauenbereich. Wir sind im Mädchenstützpunkt Fürstenland stark engagiert und bauen im Frauenfussball konsequent den Profi-Bereich aus. Das alles ist für uns einerseits schön, andererseits aber auch eine grosse Verantwortung. Es geht darum, die Zusammenarbeit mit allen Breitensportvereinen zu fördern und die Kommunikation zu intensivieren. Wir haben dazu verschiedene Initiativen gestartet. Ein Beispiel ist die Aktion dein Verein goes Challenge. Sie soll dazu beitragen, dass wir uns vom Profifussball nahbar geben, dass die Breitensportvereine gerne zu uns kommen und genau wissen, in welche vertrauensvollen Hände sie ihre Talente geben.
Faton: Eine enorm wichtige – und vielleicht sogar eine unersetzliche. Auch wenn wir als Stadtverein mit anderen, oft grösseren Herausforderungen konfrontiert sind, tun wir im Kern das Gleiche wie jeder engagierte Verein in der Region: Wir geben unser Bestes – Tag für Tag – rein ehrenamtlich, aus Überzeugung und mit Herzblut.
Beim Verein FC Wil 1900 steht der Mensch im Mittelpunkt. Wir nehmen unsere soziokulturelle Verantwortung ernst und sehen es als unseren Auftrag, allen Menschen den Zugang zum Fussball zu ermöglichen. Gleichzeitig wollen wir einen sicheren Ort schaffen – fast wie ein zweites Zuhause –, an dem junge Menschen gefördert, gefordert und wahrgenommen werden. Dabei geht es nicht nur ums Spiel, sondern auch um Freude, Gemeinschaft und darum, Freundschaften fürs Leben zu knüpfen.
Der Verein FC Wil 1900 trägt durch den Breitensport aktiv zur Integration, Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Teilhabe in der Stadt Wil bei – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Hintergrund.
Unser Einsatz zeigt Wirkung: Ein kürzlich berechneter SROI (Social Return on Investment) ergibt, dass wir als ehrenamtlich geführter Verein einen bis zu zehnfachen gesellschaftlichen Mehrwert für die Region generieren – sei es wirtschaftlich, gesundheitlich (durch Prävention) oder sozial.
Kurz gesagt: Wir stärken nicht nur den Fussball – wir stärken die ganze Region.
6. Was war für dich ein ganz besonderer Moment mit dem FC Wil – einer, der dir geblieben ist?
Maurice: Das ist schwierig zu sagen – es gab sehr viele schöne Momente. Besonders denke ich an die Saison 2022/23 zurück, als wir eine hervorragende Saison spielten, Wintermeister wurden und lange vom Aufstieg träumen konnten. Ich bekomme heute noch Hühnerhaut, wenn ich an diese Spiele zurückdenke. Es gab aber auch den negativen besonderen Moment: das Heimspiel vom 28. April 2023 gegen Stade Lausanne Ouchy, das uns wohl den Aufstieg gekostet hat. Solche Momente gehören zum Fussball. Ich bin aber überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren wieder solche Geschichten schreiben werden – hoffentlich ganz viele positive. Und einer dieser wunderbaren Momente ist für mich jetzt auch dieses 125-Jahre-Jubiläum.
Faton: Es gab viele besondere Momente – aber drei sind mir ganz besonders in Erinnerung geblieben:
Unser erstes Inklusionsturnier für Menschen mit Beeinträchtigung war ein emotionaler Höhepunkt. Ich habe selten so viel echte Dankbarkeit gespürt – ein zutiefst berührender Tag, der gezeigt hat, wie viel Kraft Fussball haben kann. Ich bin stolz, dass wir so etwas in Wil durchführen durften. Wir hoffen sehr, dass es nicht das letzte Turnier war – und möchten gemeinsam mit unserem eigenen Inklusionsteam (hierfür sind wir noch auf Unterstützung angewiesen) weitere solche Momente ermöglichen.
Ein weiterer Gänsehautmoment war der die ausverkaufte Lidl Arena am Freundschaftsspiel vom 9. September 2023 – ein internationales Fussballfest gegen den KF Shkendija aus Tetovo, Nordmazedonien. Solche Erlebnisse wecken die Vision und den Wunsch, dass in Wil eines Tages regelmässig vor ausverkauften Rängen gespielt wird.
Und zuletzt: der Aufstieg unserer Frauenmannschaft in die Nationalliga B – ein Meilenstein für den Frauenfussball in Wil und ein starkes Zeichen für die Zukunft des Mädchen- und Frauenfussballs in unserer Region.
7. Wenn du fünf Jahre in die Zukunft schaust: Wo steht der Breitensport 2030?
Maurice: Wir müssen uns weiter professionalisieren, insbesondere in der Jugendarbeit und dem Stadionerlebnis. Das ist eine grosse Herausforderung. Die Zusammenarbeit mit dem FC St.Gallen im Future Champ Ostschweiz, die in den letzten zwei Jahren hervorragend funktioniert hat, muss weiter gestärkt werden. Damit gewinnen wir eine enorme Kraft. Wenn wir diese Durchlässigkeit erreichen – Talente zu uns holen und sie auch wieder zurückgeben – können wir wohl zu besten Talentschmiede der Schweiz gehören. Das muss unser Ziel sein. Mein Wunsch ist, dass wir vom FC Wil 1900 grosse Geschichten schreiben können. Ein zweiter Wunsch ist, dass wir finanziell gesund bleiben und gezielt investieren, wo es sinnvoll ist. So können wir wirklich einen Schritt weiterkommen.
Faton: Das ist eine sehr gute Frage – und tatsächlich haben wir uns genau diese gestellt, als wir unsere Vision „Zweiklang“ entwickelt und daraus die Strategie FC Wil 1900 – 2030 abgeleitet haben.
Wir sehen den FC Wil 1900 im Jahr 2030 als einen Ort, an dem Menschen aller Generationen und Hintergründe nicht nur Fussball spielen, sondern auch wachsen können – sportlich, persönlich und gemeinschaftlich. Für Kinder soll Fussball ein spielerischer Start ins Leben sein, für Jugendliche eine Phase der Entfaltung, für Erwachsene ein Ort der Begegnung – und für Talente ein Sprungbrett nach oben.
Mit unserem „Zweiklang“-Ansatz – wie ein Herzschlag zwischen Freude am Spiel und leistungsorientierter Entwicklung – verbinden wir Spassfussball & Inklusion mit Leistungs- und Spitzenfussball. So schaffen wir einen Ort, an dem Fussball für alle möglich wird – mit Herz, Respekt, Fairplay und Perspektive.
Spassfussball & Inklusion – Wir fördern die Freude am Spiel für alle Alters- und Leistungsstufen. Dabei stehen gesellschaftliche Teilhabe, Integration und ein respektvolles Miteinander im Mittelpunkt. Jeder ist willkommen – unabhängig von Herkunft, Können oder Hintergrund.
Leistungs- & Spitzenfussball – Durch unsere fundierte Ausbildungsphilosophie und die enge Zusammenarbeit mit der FC Wil AG, dem FCO sowie den Verbänden (OFV, SFV, etc) schaffen wir optimale Rahmenbedingungen für talentierte Spieler:innen. Unser Ziel ist es, Potenziale gezielt zu fördern, Talente auf dem Weg in den Profisport zu begleiten – und ihnen auch dann ein sportliches Zuhause zu bieten, wenn der Sprung an die Spitze (noch) nicht gelingt.
Wir wollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene nicht nur ausbilden, sondern prägen – mit Freude, Disziplin, Respekt und Perspektive.
Somit sehe ich den Verein FC Wil 1900 – 2030 noch inklusiver, digitaler und nachhaltiger, mit gestärkten Strukturen, motivierten Menschen, einer starken Vereinskultur (lebendigen Wir-Gefühl) und einer modernen Infrastruktur – inklusive neuem Clubhaus, das Raum für Begegnung, Entwicklung und Entfaltung schafft.
8. Wie erlebst du den Kontakt zu den Fans und Unterstützern? Und was wünschst du dir von ihnen?
Maurice: Ich sage es immer wieder: Ich wünsche mir mehr Menschen im Stadion. Wir tun viel für unsere Fans und versuchen stets, das Stadionerlebnis zu verbessern. Viele Familien sagen mir, dass man beim FC Wil 1900 im Stadion die Kinder noch springen lassen kann. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre. Jetzt geht es darum, dass der FC Wil 1900 ein fester Programmpunkt am Wochenende wird und seine Strahlkraft weiter ausbaut. Wir sind auf gutem Weg. Früher hatten wir durchschnittlich um die 1’000 Zuschauer. In der vorletzten Saison hatten wir den höchsten Zuschauerschnitt, seit es den FC Wil 1900 gibt. Auch im letzten Jahr war der Schnitt sehr hoch – wohl unter den Top 5 der Vereinsgeschichte. Das wollen wir weiter ausbauen. Jeder einzelne Zuschauer ist wichtig. Aber wir wissen: Die Challenge League ist keine Attraktionsliga – wir müssen mit anderen Dingen punkten.
Faton: Bei uns sind die Fans und Unterstützer hauptsächlich Familienangehörige und fast immer die gleichen ehrenamtlichen die unterstützen – ihre Nähe und der Rückhalt sind spür- sowie unverzichtbar – gerade im Breitensport. Ich wünsche mir, dass der Breitensport ebenso von den FC Wil Fans unterstützt werden, sich einbringen und mit uns gemeinsam wachsen auch an unseren Spielen oder Turnieren und aber auch, dass unsere ehrenamtliche Trainer, Funktionäre, etc mehr Dankbarkeit erhalten, denn das der ganze Einsatz, Ihr Einsatz und Engagement ist definitive nicht selbstverständlich. Daher von mir ein bärenstakres Dankeschön.
Im Verein sind es vor allem die Familienangehörigen, Freunde und fast immer wieder dieselben treuen Ehrenamtlichen, die uns tragen – ihre Nähe, ihr Rückhalt und ihre Unterstützung sind spürbar und absolut unverzichtbar. Ohne sie würde vieles nicht funktionieren.
Ich wünsche mir, dass auch die Fans des FC Wil den Verein noch aktiver unterstützen – sei es an Spielen, Turnieren oder durch freiwilliges Engagement und auch dem Verein eine Chance geben. Wir haben so viele Trainer:innen, Funktionär:innen und Helfer:innen, die ehrenamtlich mit unglaublicher Leidenschaft dabei sind – Ihr Einsatz bildet das Fundament unseres Vereins. Genau deshalb wünsche ich mir, dass dieses Engagement mehr Dankbarkeit, Anerkennung und Wertschätzung erfährt – denn selbstverständlich ist das nicht.
Deshalb meinerseits ein bärenstarkes Dankeschön an alle, die bereits Teil davon sind – und eine herzliche Einladung an alle anderen, mit uns gemeinsam zu wachsen und die Begeisterung für den FC Wil 1900 in allen Bereichen mitzutragen.
9. Was hat sich beim FC Wil in den letzten Jahren am stärksten verändert?
Maurice: Ganz klar: dass wir auf die Region zählen. Wir sind Fürstenländer, wir sind Ostschweizer – und wir schaffen das mit Spielern, Geschäftsleitungsmitgliedern und Verwaltungsräten aus der Region. Gleichzeitig ist heute vieles deutlich professioneller aufgestellt. Die Zusammenarbeit mit dem FC St.Gallen hat sich stark verbessert und wir profitieren gegenseitig enorm von dieser Partnerschaft. Ein weiterer Meilenstein war die Entwicklung im Frauenfussball: Wir haben die Frauenmannschaft weiter nach vorne gebracht und wollen sie perspektivisch in die Nationalliga A führen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber es zeigt, dass wir den gesamten Verein – Männer, Frauen und Nachwuchs – als Einheit sehen und gemeinsam weiterentwickeln.
Faton: Was sich spürbar verändert hat, ist die Offenheit für Neues, die gewachsene Nähe zu den Menschen und das deutlich positivere Image. Ebenso wird die viele – und oft unsichtbare – nachhaltige Arbeit, die hinter einem Verein wie dem FC Wil steckt, heute viel bewusster wahrgenommen.
Wir, als Verein FC Wil 1900, haben uns strategisch weiterentwickelt, klare Strukturen aufgebaut und gleichzeitig den Menschen noch stärker ins Zentrum gerückt. Projekte wie unsere Vereinsvision „Zweiklang“, die neue Website oder das baldige Clubhaus sind sichtbare Zeichen dieser positiven Entwicklung – und wichtige Schritte in eine starke gemeinsame Zukunft.
10. Und zum Schluss: Was wünschst du dem Verein zum 125. Geburtstag – in einem Satz?
Maurice: Ich wünsche mir, dass der FC Wil 1900 weitere 125 Jahre lebt, seine Wurzeln nicht vergisst und seine Herkunft als regionaler Fussballausbildner weiterhin geniesst.
Faton: Ich wünsche dem FC Wil 1900, dass er seine Wurzeln nie vergisst, seine Vision mit Herz und Haltung weiterträgt – und auch in Zukunft ein Ort bleibt, der weit mehr ist als nur ein Fussballverein ist und zwar ein Zuhause, das Generationen verbindet, Erinnerungen schafft und Geschichte schreibt – In diesem Sinne: Hopp Wil – und ein Happy Jubiläum!
Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich per Mail an info@fcwil.ch.