Am 9. April 2018 verlor der FC Wil 1900 das letzte Mal zu Hause gegen Xamax. Man könnte damit von einem Lieblingsgegner sprechen, den man am kommenden Samstag im Sportpark Bergholz empfangen wird. Der 30-Mann-Kader von Cheftrainer Andrea Binotto gehört bis anhin zu den Enttäuschungen der Challenge League Saison. Nach einem starken Beginn mit 13 Punkten aus fünf Spielen ging es mit dem Aufstiegsanwärter kontinuierlich bergab, bis man sich nach Runde 19 auf dem zweitletzten Platz wiederfand. In der Rückrunde läuft es für die Xamaxiens etwas besser: Vergangenes Wochenende gegen Vaduz musste man die erste Niederlage des Jahres hinnehmen. Nach drei Siegen und drei Unentschieden im Jahr 2022 wurden die „Rot-Schwarzen“ vor 3051 Zuschauern in der Maladière 2:4 geschlagen. Aber: Weder bei den Zittersiegen gegen Kriens und Thun noch bei den beiden Unentschieden gegen Stade Lausanne Ouchy resp. Yverdon überzeugte die Mannschaft aus der Romandie wirklich. Kurzum: Ein Sieg für die Wiler liegt im Bereich des Möglichen.

Was ist von der Wiler Mannschaft zu erwarten? Zu Hause ist man im Jahre 2022 ungeschlagen und die vergangenen vier Partien spielte man richtig guten Fussball – die einzige Niederlage resultierte gegen Tabellenführer Aarau – wenn auch äusserst unglücklich. Phasenweise dominierte die Mannschaft die Partien. Nun geht es darum, diese Stärke resp. das gute Spiel endlich auch in ein klares Ergebnis umzuwandeln. Athletik, Spielfreude, Torhunger, Leidenschaft: All das bringt das Team mit. Kaltschnäuzigkeit oder Cleverness fehlen oft. «Gut gespielt, aber …» darf nach 25 gespielten Runden für den nächsten Matchbericht keine Überschrift mehr sein.

Wie eng die oft erzählte Geschichte in der Challenge League ist, zeigt ein Vergleich mit der Super League: Die Differenz zwischen dem ersten (FCZ) und zweiten (YB) in der Super League entspricht der Differenz zwischen dem ersten (Aarau) und neunten (Wil) in der Challenge League, nämlich 15 Punkte. Oder anders gesagt: Die Wahrscheinlichkeit, dass YB diese Saison noch Meister wird deckt sich rein punktemässig mit jener eines Wiler Direktaufstiegs. Mit einem Sieg gegen Xamax kann Wil den Anschluss ans Mittelfeld wieder herstellen. Und für Spannung in den verbleibenden Partien sorgen. Verzichten muss Trainer Iacopetta weiterhin auf die Langzeitverletzten Ismaili und Malinowski. Der Einsatz von Ilan Sauter, der letzte Woche verletzt ausgewechselt werden musste, ist fraglich.

HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschichtä

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