Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer

Rund 50 Personen kamen am Mittwochabend zum Anlass der Fussballstadt Wil zusammen, um Philipp «Munti» Muntwiler zuzuhören. Das war ein schöner Abend unter Fussballfreunden. Es zeigt, dass rund um den FC Wil 1900 Menschen bereit sind, Verantwortung für ihren Club zu übernehmen – auf dem Platz, neben dem Platz und auf der Tribüne. Die Fussballstadt Wil will Fans zusammenbringen, die Identifikation mit dem FC Wil 1900 stärken und den Club in der Region mittragen. Genau darum ging es auch im Gespräch mit Munti, wenn auch aus einer anderen Perspektive.

Munti sprach in seiner direkten Art über seine Jahre als Spieler und Captain, über seine heutige Arbeit als Assistenztrainer beim FC Wil 1900 und über seine neue Aufgabe bei der Schweizer U21-Nati an der Seite seines früheren Wiler Trainers Alex Frei. Dabei wurde schnell klar: Fussball ist nicht nur Talent. Fussball ist Verantwortung. Beim FC Wil 1900 beschäftigt sich Munti intensiv mit der Gegneranalyse. Bei der U21-Nati liegt sein Schwerpunkt stärker bei den Standards. Dort arbeitet er in einem Staff von 18 Personen, in Wil sind es etwas mehr als eine Handvoll. Die Möglichkeiten sind unterschiedlich. Die Arbeit bleibt aber dieselbe: genau hinschauen, Entscheidungen vorbereiten und der Mannschaft helfen, im richtigen Moment bereit zu sein.

Als Spieler war Munti einer, der Verantwortung nicht gescheut hat. Als Captain sowieso. Er sprach über den unbedingten Willen, gewinnen zu wollen, über Mentalität und über Spieler, die auch dann vorangehen, wenn es unbequem wird. Solche Knochenbeisser gebe es weiterhin, sagte er. Zum Glück.

Diese Einstellung braucht es auch heute. Es freut mich sehr, dass rund um unsere erste Mannschaft wieder viele Menschen mit Ostschweizer Bezug Verantwortung tragen: Marco Hämmerli, Philipp Muntwiler, Manuel Jenni, Basil Stillhart, Tim Staubli, Patrick Sutter, David Jacovic, Gentrit Muslija und weitere. Sie alle kennen die Region, manche auch den Club seit ihrer Jugend. Das ist keine Garantie für Punkte. Aber es schafft Nähe, Identifikation und ein Verständnis dafür, was es bedeutet, für den FC Wil 1900 aufzulaufen.

Und Verantwortung bleibt nicht der Garderobe. Sie zeigt sich auch bei den Menschen, die den Club begleiten, mitdenken, kritisch bleiben und ihn unterstützen. Die Fussballstadt Wil kann dafür ein wichtiger Ort sein.

Hopp Wil!

David Hugi Medienchef FC Wil 1900

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