Am Sonntag um 14 Uhr empfängt der FC Wil 1900 den FC Winterthur in der Lidl Arena. Das 0:5 auf der Schützenwiese Anfang August ist längst aufgearbeitet. Die Wiler wollen im zweiten Ostschweizer Derby der Saison zeigen, wie sehr sich die Mannschaft seither entwickelt hat.
Im Trainerstaff herrscht vor dem Derby viel Zuversicht. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen an Stabilität gewonnen, wirkt im Spiel gefestigter und verfügt inzwischen über mehr Optionen als noch zu Beginn der Saison. Nach den vielen personellen Ausfällen kann das Trainerteam heute wieder aus einem deutlich breiteren Kader auswählen. Bis auf Uchenna Nwannah und Julind Selmonaj stehen Trainer Marco Hämmerli am Sonntag voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung.
Auch der Konkurrenzkampf tut der Mannschaft gut. Die Spieler wollen Verantwortung übernehmen und haben zuletzt gezeigt, dass sie auch nach Rückschlägen im Spiel bleiben können.
Das Hinspiel ist analysiert
Das erste Derby auf der Schützenwiese endete für den FC Wil 1900 mit einer deutlichen 0:5-Niederlage. Winterthur führte bereits nach 18 Minuten mit 3:0, später erschwerte eine Gelb-Rote Karte gegen Noah Rupp die Aufgabe zusätzlich. Es war ein Abend, an dem die Wiler früh überfordert wirkten und kaum in ihr Spiel fanden. Diese Partie ist intern längst analysiert. Entscheidend wird am Sonntag sein, sich nicht dem Rhythmus des Gegners anzupassen, sondern von Beginn an das eigene Spiel auf den Platz zu bringen. Offensiv, mutig und frech – Defensiv, stabil und abgeklärt – und das alles vor vielen Zuschauerinnen und Zuschauern.
Ein starker Gegner mit Rückschlägen
Der FC Winterthur reist als Tabellendritter nach Wil. Sechs Siege, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen belegen die Qualität der Mannschaft. Zuletzt gewann Winterthur zuhause gegen Stade Nyonnais deutlich mit 4:0. Zuvor verloren die Eulachstädter jedoch bei Neuchâtel Xamax mit 0:3 und schied im Cup nach einem Gegentor in der Nachspielzeit gegen den Wiler Cupgegner FC Luzern mit 0:1 aus.
Winterthur bringt Tempo, Erfahrung und Offensivkraft mit. Das haben die Wiler im Hinspiel schmerzhaft erfahren. Am Sonntag geht es darum, die eigene Entwicklung auf dem Platz zu bestätigen und vor heimischem Publikum einen mutigen und konzentrierten Auftritt zu zeigen.
Hopp Wil!
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