Nach den beiden Unentschieden gegen Yverdon und Aarau will der FC Wil 1900 am Freitagabend bei Étoile Carouge an die zuletzt gezeigten Fortschritte anknüpfen. Gegen den körperlich starken Gegner braucht es erneut viel Widerstandskraft. Aber auch Mut, Tempo und Präzision im eigenen Spiel.

Zwei Punkte aus zwei Spielen sind noch keine grosse Erfolgsserie. Trotzdem zeigten die Auftritte gegen Yverdon und Aarau, dass sich die Wiler nach den zuvor schwierigen Wochen stabilisiert haben. Beim 1:1 in Yverdon überzeugte die Mannschaft mit ihrer Ruhe und Gelassenheit. Auch während starker Druckphasen des Gegners blieb sie kompakt und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche.

Gegen Aarau folgte ein anderer Beweis der neuen Widerstandskraft. Nach elf Minuten lag der FC Wil 1900 bereits mit 0:2 zurück. Die Mannschaft liess sich davon jedoch nicht auseinanderbrechen, steigerte sich nach der Pause deutlich und kam durch Yves Allou und Patrick Weber zum verdienten Ausgleich. Nun gilt es, diese beiden guten Auftritte zu bestätigen und die Niederlagenserie davor endgültig vergessen zu machen.

Ein unangenehmer Gegner
Étoile Carouge gehört traditionell zu jenen Gegnern, die den Wilern einiges abverlangen. Die Genfer sind körperlich robust, zweikampfstark und spielen mit hoher Intensität. Diese Spielweise bereitete dem FC Wil 1900 in der Vergangenheit wiederholt Schwierigkeiten. Dass man einem solchen Gegner trotzdem erfolgreich begegnen kann, zeigte das Spiel in Yverdon. Entscheidend wird sein, die körperliche Stärke von Carouge nicht nur anzunehmen, sondern ihr ein schnelles und präzises Kombinationsspiel entgegenzusetzen. Wenn Wil den Ball sauber laufen lässt, die freien Räume findet und nach Ballgewinnen rasch umschaltet, kann die Mannschaft auch im Stade de la Fontenette gefährlich werden.

In der Tabelle liegen beide Teams nahe beieinander. Carouge steht nach sechs Runden mit acht Punkten auf Rang sechs, Wil hat als Achter fünf Punkte. Mit einem Auswärtssieg könnten die Äbtestädter somit zu den Genfern aufschliessen.

Mehrere Ausfälle im Zentrum
Die grösste Frage stellt sich im zentralen Mittelfeld. Djawal Kaiba fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Aarau gesperrt. David Jacovic, Tim Staubli und Agon Rexhaj fallen verletzungsbedingt aus. Weiterhin nicht zur Verfügung stehen auch Orges Bunjaku und der langzeitverletzte Julind Selmonaj.

Damit fehlen Marco Hämmerli gleich mehrere wichtige Spieler, insbesondere im Zentrum. Unter der Woche trainierte die Mannschaft verschiedene Formationen und taktische Varianten, um für die Partie vorbereitet zu sein. Gegen Carouge wird es zudem entscheidend sein, die Unaufmerksamkeiten aus der ersten Halbzeit gegen Aarau abzustellen. Nach der Pause funktionierte die Zuordnung deutlich besser, die Abstände wurden kleiner und Wil gewann mehr Zweikämpfe. Genau diese Konzentration braucht es am Freitag vom Anpfiff weg.

Beginn im Stade de la Fontenette ist am Freitag, 4. September, um 20.15 Uhr. Hopp Wil!

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