Der FC Wil 1900 verliert sein Heimspiel gegen den Aufsteiger SC Kriens mit 0:2. Nach einem engagierten Beginn geraten die Äbtestädter durch Nico Siegrist in Rückstand und finden danach keine Antwort. In der Nachspielzeit entscheidet Lukas Riedmann die Partie endgültig.
Vor 1192 Zuschauerinnen und Zuschauern wollte der FC Wil 1900 den Schwung aus dem 6:2-Cupsieg in Rebstein mitnehmen. Trainer Marco Hämmerli konnte dabei wieder auf Patrick Sutter und Loris Schreiber zählen, die nach ihren Verletzungen zunächst auf der Bank Platz nahmen. Noah Rupp fehlte gesperrt. Die Wiler begannen engagiert und bestimmten in den ersten 20 Minuten das Geschehen. Sie hielten den Ball mehrheitlich in den eigenen Reihen und setzten sich wiederholt in der Krienser Platzhälfte fest. Gefährliche Abschlüsse blieben jedoch aus. Nach einem Corner kamen David Jacovic und Patrick Weber dem Führungstreffer am nächsten, brachten den Ball aber nicht über die Linie.
Siegrist bestraft Wiler Fehler
Mit zunehmender Spieldauer fand Kriens besser in die Partie. Nach einer halben Stunde hatte Wil zunächst Glück, als Ishuayed einen Fehlpass abfing und mit seinem Distanzschuss nur die Latte traf. Vier Minuten später gingen die Gäste in Führung. Jacovic spielte den Ball im Aufbau direkt in die Füsse von Nico Siegrist. Der erfahrene Krienser nutzte die Gelegenheit und zirkelte den Ball aus rund 20 Metern zum 0:1 ins Tor.
Der Gegentreffer hinterliess Spuren. Wil verlor die Sicherheit aus der Anfangsphase und fand offensiv kaum noch Lösungen. Bis zum Pausenpfiff gelang den Äbtestädtern kein Schuss auf das Krienser Tor.
Wil fehlt die Durchschlagskraft
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die Wiler bemühten sich um den Ausgleich, blieben im letzten Drittel jedoch zu ungenau. Zahlreiche Angriffe endeten bereits vor dem Strafraum oder wurden von der kompakt stehenden Krienser Defensive abgefangen.
Marco Hämmerli reagierte nach einer knappen Stunde und brachte Yves Allou sowie Patrick Sutter. Später kamen auch Bunjaku, Schreiber und Kaiba in die Partie. Die Wechsel brachten zwar neue Kräfte, die erhoffte Wende blieb jedoch aus.
Tim Staubli und Patrick Weber versuchten es aus der Distanz, ihre Abschlüsse wurden aber geblockt oder verfehlten das Ziel. Kurz vor Schluss köpfte Allou eine Flanke von Schreiber über das Tor. Eine klare Wiler Ausgleichschance entstand während der gesamten zweiten Halbzeit nicht.
Entscheidung in der Nachspielzeit
Auf der Gegenseite verhinderte Gentrit Muslija in der 85. Minute zunächst den zweiten Treffer. Der Wiler Torhüter parierte stark gegen den allein auf ihn zulaufenden Rufener.
In der Nachspielzeit war Muslija dann machtlos. Der eingewechselte Lukas Riedmann fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und traf zum 0:2-Endstand. Für den FC Wil 1900 ist es nach den Niederlagen gegen Neuchâtel Xamax und Winterthur die dritte Meisterschaftsniederlage in Folge. Nun gilt es, die Partie aufzuarbeiten und insbesondere im Offensivspiel wieder mehr Genauigkeit und Durchschlagskraft zu entwickeln. Weiter geht es am kommenden Freitag, 28. August. Dann gastiert der FC Wil 1900 um 19.30 Uhr bei Yverdon Sport.
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