Der FC Wil 1900 muss im Kantonsderby einen Rückschlag hinnehmen. Trotz spielerischer Vorteile und zahlreicher Chancen unterliegen die Äbtestädter dem FC Rapperswil-Jona mit 0:2 und verpassen es erneut, Konstanz in ihre Leistungen zu bringen.
Wie schon wenige Tage zuvor gegen Xamax gerieten die Wiler früh ins Hintertreffen. Nach einem Corner war die Zuordnung in der Defensive nicht vorhanden, Dabanli traf in der 10. Minute zur Führung für die Gastgeber. In der Folge übernahm Wil zwar zunehmend das Spielgeschehen, liess den Ball gut laufen und erspielte sich Vorteile im Ballbesitz. Doch im letzten Drittel fehlte die Konsequenz. Mehrere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, der verdiente Ausgleich wollte vor der Pause nicht fallen.
Dominanz ohne Ertrag
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild: Wil war bemüht, kombinierte gefällig und kam zu Chancen. Die beste vergab Rapp, der aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. In dieser Phase wäre der Ausgleich möglich und verdient gewesen. Stattdessen nutzte Rapperswil-Jona eine Unachtsamkeit eiskalt aus: Nach einem Foul an De Carvalho verwandelte Kamberi den fälligen Penalty zum 2:0.
Zu kompliziert in der Offensive
Trotz des Rückstands gaben die Wiler nicht auf und suchten weiterhin den Weg nach vorne. Doch die Angriffe wirkten zu umständlich, oft fehlte die letzte Klarheit oder Präzision im Abschluss. Je länger die Partie dauerte, desto mehr entstand der Eindruck, dass Wil an diesem Abend kaum ein Tor erzielen würde, trotz sichtbarem Aufwand und spielerischen Ansätzen.
Schmerzhafter Dämpfer im Saisonendspurt
Die Niederlage ist besonders bitter, weil sie vermeidbar gewesen wäre. Wil zeigte über weite Strecken keinen schlechten Auftritt, war defensiv aber zu anfällig und offensiv zu ineffizient. Damit verpassen es die Äbtestädter erneut, drei Siege in Serie zu feiern. Rapperswil-Jona zieht in der Tabelle wieder vorbei, während Wil auf Rang acht zurückfällt. Der Rückstand auf die obere Tabellenhälfte beträgt nun wieder sechs Punkte.
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