Der FC Wil 1900 kehrt mit einem verdienten Punkt vom Neuenburgersee zurück. Beim ambitionierten Aufstiegskandidaten Yverdon-Sport trennten sich die Äbtestädter torlos 0:0. In einer intensiven Partie zeigte die Mannschaft von Trainer Marco Hämmerli eine kompakte, disziplinierte Leistung und bestätigte damit ihre stabile Form der letzten Wochen.
Die Ausgangslage für den FC Wil 1900 war alles andere als ideal. Mehrere Spieler fehlten verletzungsbedingt, kurzfristig auch Jacovic, Bunjaku, Bytyqi – schon länger verletzt sindSelmonaj, Staubli und Diarra. Entsprechend rückten erneut mehrere junge Spieler in den Fokus und übernahmen Verantwortung – unter anderem Sergio Correia, der zum ersten Mal überhaupt im Wiler Dress als 6er agierte. Gerade in dieser Situation erwies sich aber auch die erfahrene Achse des Teams als besonders wertvoll. Schmid, Ndau und Rapp gaben der Mannschaft Struktur und Stabilität. Sie organisierten das Spiel, gingen in den Zweikämpfen voran und hielten die jungen Mitspieler immer wieder zusammen.
Muslija früh gefordert
Die Gastgeber starteten mit etwas mehr Ballbesitz in die Partie und kamen früh zu einer guten Gelegenheit. Nach rund einer Viertelstunde zog Tasar aus aussichtsreicher Position ab, doch Wils Torhüter Muslija reagierte stark und parierte mit einem schnellen Reflex. Auch in der Folge blieb Yverdon spielbestimmend, ohne jedoch zwingend zu werden.
Der FC Wil 1900 stand defensiv kompakt und liess nur wenig Raum zu. Nach rund zwanzig Minuten meldeten sich auch die Gäste offensiv an: Eine Flanke von Breedijk landete vor den Füssen von Hajij, dessen Abschluss nur knapp am rechten Pfosten vorbeiging.
Wil hält dagegen
Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Yverdon versuchte immer wieder über schnelle Angriffe Druck aufzubauen, doch die Wiler Defensive verteidigte aufmerksam. Torhüter Muslija überzeugte zudem mit gutem Stellungsspiel und sicherem Mitspielen. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0.
Glück und Leidenschaft nach der Pause
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Die Wiler setzten früh ein offensives Zeichen, als N’Djoli im Strafraum zum Abschluss kam, den Ball aber knapp neben den Pfosten setzte. Kurz darauf hatten die Gäste allerdings Glück: Nach einem Distanzschuss prallte der Ball zu Kanoute, der aus kurzer Distanz den Innenpfosten traf. Die Hämmerli-Elf liess sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und arbeitete weiterhin diszipliniert gegen den Ball. Trainer Hämmerli brachte unter anderem die jungen Schweizer Aliu und Coulibaly ins Spiel, die neue Energie ins Offensivspiel brachten.
Fast noch der Lucky Punch
In der Schlussphase blieb die Begegnung offen. Beide Teams suchten den entscheidenden Treffer, doch klare Chancen blieben selten. Kurz vor Schluss bot sich doch noch die Möglichkeit zum Auswärtssieg: Nach einem Angriff über die rechte Seite kam Kaiba am hinteren Pfosten zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp.
Verdienter Punkt gegen ein Spitzenteam
Am Ende steht für den FC Wil 1900 ein verdienter Punktgewinn gegen eines der Topteams der Liga. Mit dieser kämpferischen und disziplinierten Leistung bestätigt der FC Wil 1900 seine positive Entwicklung, mit nur zwei Niederlagen aus den letzten 12 Spielen. Die Mannschaft zeigt erneut, dass auch gegen vermeintlich stärkere Gegner jederzeit Punktgewinne möglich sind.
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