Der FC Wil 1900 hat im entscheidenden Moment geliefert. Mit dem 2:0-Auswärtssieg bei Stade Lausanne Ouchy ist der Start ins letzte Saisonviertel geglückt. Bereits am Dienstag (19:30 Uhr) bietet sich im Heimspiel gegen Neuchâtel Xamax die Chance, diesen wichtigen Erfolg zu bestätigen.
Gegen den Cup-Halbfinalisten zeigte der FC Wil 1900 eine der reifsten Leistungen der laufenden Saison. Zwar überliess man dem Gegner über weite Strecken den Ball, doch defensiv standen die Wiler kompakt, diszipliniert und solidarisch. Vor allem das Innenverteidiger-Duo Schmid und Nwannah zeigten ein abgeklärtes Spiel. Offensiv präsentierte sich das Team endlich wieder effizient: N’Djoli erzielte nach einer starken Flanke von Saho seinen ersten Treffer im Wil-Dress und brachte die Gäste in Führung. Nur wenig später erhöhte Captain Ndau per souverän verwandeltem Penalty auf 2:0, nach Foul an Saho. Es war über das ganze Spiel eine auffällige Leistung des Wiler Flügelspielers. Auch die Einwechslungen von Diarra und Dalipi sorgten für zusätzlichen Schwung in der Offensive.
Mit dieser Doppelführung im Rücken kontrollierte Wil das Spiel clever, liess sich auch in Druckphasen nicht aus der Ruhe bringen und brachte den Vorsprung abgeklärt über die Zeit. Besonders auffällig: die deutlich tiefere Fehlerquote im Vergleich zu den Vorwochen. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg.
Was wäre, wenn …
Der Dreier in Lausanne ist sportlich wichtig und für die Tabelle von grosser Bedeutung. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist auf komfortable zwölf Punkte angewachsen. Und dennoch bleibt ein ambivalentes Gefühl: Der Auftritt hat eindrücklich gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Eine Konstanz auf diesem Niveau hätte die Saison wohl in eine ganz andere Richtung lenken können.
Anspruchsvolle Aufgabe gegen Xamax
Mit Neuenburg Xamax wartet nun ein Gegner, der eine gute Saison spielt – und doch liegt man nur sechs Punkte vor den Wilern, aktuell auf Rang fünf. Mit einem Sieg könnten die Wiler ihrem Saisonziel doch noch näherkommen. Dies zeigt, wie verrückt und ausgeglichendiese Saison im Mittelfeld verläuft.
Für den FC Wil 1900 wird es gegen die Neuenburger zentral sein, die Tugenden aus dem Lausanne-Spiel mitzunehmen: defensive Stabilität und konsequentes Zweikampfverhalten, Disziplin im Spiel gegen den Ball, Effizienz in der Offensive. Gerade zuhause gilt es zudem, mutig aufzutreten und eigene Akzente zu setzen. Die Balance zwischen Kompaktheit und Offensivdrang dürfte erneut entscheidend sein. Kann der FC Wil 1900 die Leistung gegen SLO bestätigen, rückt das Tabellenende definitiv in weite Ferne.
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