Der FC Wil 1900 feiert den ersten Sieg des Jahres. Mit einer kämpferisch starken und taktisch disziplinierten Leistung bezwingen die Äbtestädter Stade Lausanne-Ouchy mit 1:0. Es ist der erste Erfolg gegen die Waadtländer nach acht erfolglosen Anläufen.
Die Partie begann mit viel Intensität. Lausanne-Ouchy suchte früh den Weg nach vorne und kam nach gut 25 Minuten zur grossen Möglichkeit: Kaloga lief alleine auf Muslija zu, doch der Wiler Schlussmann zeigte einen starken Reflex und rettete mit dem Bein. Doch auch Wil hatte seine Momente. Breedijk setzte sich stark durch, versuchte den Ball über Goalie Da Silva zu lupfen, verfehlte das Tor jedoch knapp. Wenig später kam Rapp nach einer Hereingabe überraschend frei zum Abschluss, wurde aber wegen angeblichem Offside zurückgepfiffen. Und kurz vor der Pause warf sich Rapp spektakulär in eine Flanke von Diet – sein Flugkopfball strich hauchdünn über die Latte. Das 0:0 zur Pause war hart erarbeitet – und liess alles offen.
Rapp mit Wucht und Wille
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Wil den Druck. Bereits kurz nach Wiederbeginn prüfte Rapp per Kopf den Gäste-Goalie – der Ball ging an den Pfosten, wenig später sorgte Breedijk mit einem Fallrückzieher für Aufsehen – knapp vorbei.
Dann die 55. Minute: Ein langer Ball auf Rapp, der sich robust gegen seinen Gegenspieler durchsetzt, auf den Beinen bleibt und aus rund 15 Metern per Halbvolley flach ins rechte Eck trifft. Ein Tor mit Entschlossenheit – und die viel umjubelte Wiler Führung.
Defensive kompakt
Lausanne-Ouchy reagierte mit viel Ballbesitz und suchte den Ausgleich. Tritten schoss knapp vorbei und nach einem Corner musste ein Wiler auf der Linie klären. Doch die Äbtestädter warfen sich in jeden Schuss, arbeiteten im Kollektiv und verteidigten mit grossem Einsatz. Auch offensiv blieb Wil gefährlich. Staubli setzteeinen direkten Freistoss an den Pfosten, und ein zweiter Treffer durch Breedijk wurde wiederum wegen Offside aberkannt. Es blieb bis in die Schlussminuten intensiv.
Erlösung nach 96 Minuten
In der Nachspielzeit kam nochmals Hektik auf, inklusive Rudelbildung und einer roten Karte gegen Malula. Doch Wil liess sich nicht mehr aus der Ruhe bringen. Nach 96 Minuten war es geschafft: Ein Sieg des Willens, der Disziplin und der Geduld. Eine reife Leistung gegen einen formstarken Gegner. Mit diesen drei Punkten verschafft sich der FC Wil 1900 wieder Luft nach hinten und setzt ein Zeichen: Wenn Effizienz, Leidenschaft und Torgefährlichkeit zusammenfinden, ist vieles möglich.
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