Trommeln und Teamgeist
Seit Tagen bereiten wir uns auf das Heimspiel gegen Rapperswil-Jona vor. In der Stadt läuft seit Mittwoch ein anderer Takt: die Fastnacht. Seit über 500 Jahren gehört sie zu Wil. Bereits im 16. Jahrhundert wurde in der Äbtestadt ausgelassen gefeiert – als Ventil vor der Fastenzeit, als Moment des Zusammenrückens, als Ausdruck von Identität und Stolz, ein Wiler zu sein.
Fastnacht bedeutet in Wil Verkleidung, Guggenmusik und Gemeinschaft. Man organisiert sich, man übernimmt Verantwortung, man trägt gemeinsam etwas – über Generationen hinweg. Genau das macht diese Tradition so stark.
Und genau hier liegt die Parallele zu unserem FC Wil 1900.
Auch im Fussball geht es um Zusammenhalt. Um das Wissen, dass man etwas gemeinsam trägt. Das Spiel in Aarau hat gezeigt, was möglich ist, wenn eine Mannschaft füreinander einsteht. Zweimal im Rückstand, in Unterzahl – und trotzdem überzeugt, dass noch etwas geht. Das entsteht nicht zufällig. Sie wächst im Innern einer Gruppe.
Fastnacht ist laut. Sie wirkt spontan, ist aber das Resultat monatelanger Vorbereitung. Ähnlich ist es mit einer Mannschaft: Was heute Abend im Derby gegen Rapperswil sichtbar wird, ist nur die Spitze dessen, was im Hintergrund geleistet wird.
Mit dem heutigen Heimspiel dürfen wir auch den FC Wil Breitensport bei uns begrüssen – rund 300 Mitglieder werden im Stadion sein, das beeindruckt. Und wenn in der Arena gespielt wird, dann ist draussen vielleicht Guggenmusik zu hören. Aber im Kern geht es um dasselbe: Identität, Stolz, Zusammenhalt. Es wäre schön, wenn wir heute Abend gemeinsam drei Punkte feiern – und danach zusammen weiterziehen könnten an die Fastnacht. So spontan wie nur möglich.
Huh ä lotsch. Jetzt gilts.
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