Trotz einer engagierten Leistung muss der FC Wil 1900 gegen den Tabellenführer FC Thun eine 2:3-Heimniederlage hinnehmen. Die Berner Oberländer zeigen sich kaltschnäuzig und nutzen ihre Chancen eiskalt aus, während Wil in der ersten Halbzeit zu viele gute Möglichkeiten liegen lässt. Ein später Anschlusstreffer von Geiger bringt noch einmal Hoffnung, doch für einen Punkt reicht es nicht mehr.

Die Partie begann mit viel Tempo. Thun setzte die Wiler früh unter Druck und zeigte schnell, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Die Gäste kamen durch schnelles Kombinationsspiel zu den ersten gefährlichen Abschlüssen, während Wil zunächst über Konter Akzente setzen wollte.

Nach 20 Minuten hatte Thun Pech, als Ibayi nur die Latte traf – eine erste Warnung für Wil. Die Äbtestädter hatten ebenfalls ihre Chancen, doch Hajij und Akinola konnten vielversprechende Situationen nicht nutzen. So kam es, wie es kommen musste: In der 38. Minute brachte ein Foul von Jacovic im Strafraum Thun einen Elfmeter. Ibayi verwandelte sicher zum 0:1. Selbst auf den Fernsehbildern ist nicht eindeutig zu erkennen, ob der Wiler Innenverteidiger den Thuner Stürmer traf.

Wil versuchte, vor der Pause zu reagieren, kam aber nicht mehr gefährlich genug vor das Tor von Ziswiler. Mit der knappen, aber verdienten Führung der Gäste ging es in die Halbzeit.

Zweite Halbzeit: Wil kämpft, Thun bleibt eiskalt
Wil kam mit viel Energie aus der Kabine und hatte durch Guzzo die erste gute Chance der zweiten Halbzeit. Doch Thun zeigte einmal mehr seine Qualität: In der 60. Minute erhöhte Montolio per Kopf auf 0:2. Doch die Wiler gaben sich nicht geschlagen. In der 68. Minute verkürzte Maier nach einer Ndau-Flanke per Direktabnahme auf 1:2 – ein Hoffnungsschimmer. Doch Thun bewies, warum sie der Aufstiegsfavorit sind: Nur fünf Minuten später stellte Fehr mit einem präzisen Schuss aus der zweiten Reihe den alten Abstand wieder her – 1:3.

Trainer Marco Hämmerli brachte mit Borges, Rapp und Geiger frische Kräfte für die Schlussphase. Und tatsächlich wurde es noch einmal spannend: In der 93. Minute köpfte Geiger nach einer Borges-Flanke zum 2:3 ein. Doch die Zeit lief gegen Wil. Thun verteidigte clever, liess nichts mehr zu und brachte den Sieg über die Zeit.

Gut gespielt, aber nicht belohnt
Die Wiler zeigten eine ansprechende Leistung, waren über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer, doch die Thuner Cleverness machte den Unterschied. Effizienz in der Chancenverwertung und abgeklärtes Defensivverhalten gaben letztlich den Ausschlag. Wil kann sich aber dennoch positives aus dem Spiel mitnehmen: Die Moral und der Wille, gegen den Ligakrösus nicht aufzugeben, sind intakt. Gegen andere Gegner müssen die Äbtestädter aber ihre Chancen besser nutzen, um wichtige Punkte im engen Tabellenmittelfeld zu sammeln.

Am kommenden Freitag (28. Februar) hat Wil auswärts bei Stade Lausanne-Ouchy die nächste Gelegenheit, um wieder auf die Siegerstrasse zurückzukehren.

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