Wer ist Pippo?
2. Juni 2021

Mit einer neuen Rubrik «Aus dem Nähkästchen» möchten wir Mitarbeiter vorstellen, die abseits vom Rampenlicht mit viel Herzblut und Fachkompetenz entscheidend zum Erfolg des FC Wil 1900 beitragen.

Er heisst Philipp Bowald, aber im Fussball sagen ihm alle «Pippo». Seit einem Jahr betreut er unsere Torhüter. Vor einigen Wochen wurde sein Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Doch wer ist Philipp «Pippo» Bowald (32) eigentlich? Wie ist sein Alltag gegliedert? Und was sind falsche Vorurteile gegenüber Torhütern?

Pippo ist zweifacher Familienvater und stammt aus Kriens. Er selbst beschreibt sich als akribisch und zielstrebig, wenn es um seine grosse Leidenschaft, den Fussball, geht. Neben seiner umgänglichen, humorvollen und hilfsbereiten Art sticht einem aussenstehenden Betrachter vor allem seine scheinbar grenzenlose Energie ins Auge. Unermüdlich springt er umher und treibt so seine Torhüter zu Höchstleistungen an.

Seine Karriere als aktiver Goalie startet Pippo mit 8 Jahren und einem gehaltenen Elfmeter beim SC Kriens. Dem Verein bleibt er stets treu und sitzt einige Jahre später als Nummer 2 beim Aufstieg in die Challenge League auf der Bank. Danach wechselt er zum SC Cham und bestreitet dort 82 1.Liga Spiele. Parallel dazu treibt er die akademische Laufbahn voran. Der Sport-Matura in Luzern folgt ein Bachelor in Basel und ein Master in Magglingen. Als wären die Tage nicht schon genügend ausgelastet, arbeitet er als Torhütertrainer im Nachwuchs des SC Kriens. Via der U18 und U21 des FC Luzern übernimmt der Innerschweizer im Sommer 2016 den Posten als Nachwuchskoordinator für die Torhüter beim Grasshopper Club Zürich. Vier Jahre später folgen die ersten Schritte im Profifussball beim FC Wil 1900.

Welche Aufgaben hat denn ein Torhütertrainer innerhalb der 1. Mannschaft? Am besten lässt sich sein Aufgabenbereich anhand eines durchschnittlichen Arbeitstages aufzeigen. Entgegen einem gängigen Vorurteil, dass ehemalige Spieler es nach der Karriere ruhig angehen, beginnt der Tag früh. Am Morgen sind vor allem administrative Aufgaben zu erledigen. Neben Vorbereitungen für das Training gehört auch die Analyse der Standardsituationen mit Co-Trainer Romain Villiger dazu. Kurz vor dem Training gibt Chef-Trainer Alex Frei in einer Vorbesprechung die detaillierten Inhalte des Trainings bekannt. Diese können einige punktuelle Anpassungen für das Torhütertraining nach sich ziehen.

Je nach Wochentag und Spielplan beginnt das Training mit einer Videoanalyse des vergangenen Spieltags. Beim Torhüterspiel wird die Analyse in vier Phasen unterteilt. Die offensive Phase, welche beispielsweise die Spielauslösung beinhaltet, die defensive Phase, welche wiederum in sieben Situationen unterteilt ist, stehende Bälle und die Gegentore. Nach dem Morgentraining und der Mittagspause folgen erneut administrative Aufgaben sowie Gegneranalyse, allgemeine Staff-Besprechungen oder das Nachmittagstraining.

Dass Torhüter Einzelgänger sind, bezeichnet Pippo als klassisches Vorurteil. Ohne Team geht nichts! Auch wenn die Vorurteile gerade in der Vergangenheit nicht von ungefähr kommen, sieht Pippo in der Torhüterausbildung einen starken Trend, die Goalies nicht mehr nur in separaten Einheiten zu trainieren. Die Begleitung der Torhüter muss und wird in Zukunft noch verstärkt ins Mannschaftstraining integriert. Als Beispiel nennt er Situationen, in denen ein Torhüter auf hohe Bälle in den Strafraum reagieren muss. Entscheidend ist dabei nicht nur die Reaktion des Schlussmannes, sondern das taktische Verhalten der ganzen Defensive. Solche Szenarien können nur mit der ganzen Mannschaft praxisnah trainiert werden. Um den Schwerpunkt des Torhütertrainings zu verschieben, ist gemäss Pippo eine offene Gesprächskultur mit dem restlichen Trainerteam nötig. Beim FC Wil 1900 ist diese Voraussetzung gegeben.

Pippo wird also auch in der kommenden Saison unsere Goalies trainieren, sie verbessern und weiterbringen. 

HOPP WIL

chliinä Club, grossi Gschichtä

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