«Ein wichtiger Punkt»
25. April 2021

SPIELBERICHT

«Ich glaube, dieser Punkt kann noch sehr wichtig sein – auch psychologisch», sagte Cheftrainer Alex Frei nach dem Spiel. Das Team hatte sich nach einem sehr schwierigen Start mit zwei frühen Gegentoren aufgerappelt, das 0:2 war so etwas wie ein Weckruf. «Vielleicht dachten wir, es geht etwas von alleine nach dem 7:0 gegen Aarau. Wir mussten zuerst aufwachen – aber dann waren es 70 sehr gute Minuten», schilderte Bledian Krasniqi, Schütze des wichtigen Ausgleichstores.

Der SC Kriens lag nach 11(!) Minuten 2:0 in Front, ehe sich die Wiler steigerten. «Der SC Kriens ist eine gute Mannschaft, es ist schwierig gegen sie, vor allem in Kriens. Es hat mich aber schon überrascht, dass da etwas Zweifel vorhanden waren, ein Stück Respekt und Angst. Die ersten 20 Minuten standen wir total neben den Schuhen», musste Alex Frei feststellen. Kurz vor der Pause ereignete sich die Schlüsselszene: Bledian Krasniqi erzielte ein Tor, doch der Schiedsrichter sah zuvor ein Handspiel, das er mit der roten Karte und einem Penalty ahndete. Valon Fazliu verwertete den Elfmeter souverän. Kriens musste eine Halbzeit lang zu zehnt spielen.

Einseitige 2. Halbzeit

Nach der Pause dominierte unser Team die Partie und erspielte sich einige Torchancen. Silvio traf nur den Pfosten, es war ein Geduldspiel. Erst in der 80. Minute fiel der verdiente und toll herausgespielte Ausgleich: Dickenmann, Silvio, Fazliu und Krasniqi waren die Stationen, alles direkt gespielt. Da war wieder ein Stück der Aarau-Gala zu sehen. Der Rest aber war harte Arbeit, und es war ein gutes Zeichen, dass die Mannschaft Moral gezeigt hat nach dem schnellen Rückstand. Für Alex Frei ist auch die psychologische Komponente wichtig: «Abstiegskampf kann einen Charakter formen, kann dich stärken und hilft für die Zukunft, wenn er gut endet. Mit dieser Erfahrung als jüngerer Spieler erinnerst du dich immer daran, wie es ist, wenn du etwas mehr solchen Druck hast»

Noch ist der FC Wil 1900 nicht definitiv gerettet. Nächster Gegner im Bergholz ist der FC Schaffhausen – am Tag der Arbeit (Samstag, 18:15 Uhr).

HOPP WIL

chliinä Club, grossi Gschichtä

SC Kriens – FC Wil 1900 2:2 (2:1)
Stadion Kleinfeld, Kriens: 100 Zuschauer (ausverkauft) – Schiedsrichter: Huwiler.
Tore: 4. Ulrich 1:0, 11. Marleku 2:0, 43. Fazliu (Handelfmeter) 2:1, 80. Krasniqi 2:2.
Kriens: Brügger; Urtic, Alessandrini, Kryeziu, Costa; Selasi (46. Bürgisser); Ulrich (81. Follonier), Sessolo (46. Berisha), Mistrafovic, Mulaj (65. Kukeli); Marleku (76. Djorkaeff).
Wil: Köhn; Dickenmann, Mätzler (46. Muntwiler), Kronig, Schäppi (88. Ndau); Kamber (56. Zumberi), Krasniqi; Tushi (19. Brahimi), Fazliu, Haile-Selassie; Silvio.
Bemerkungen: Kriens ohne Baba, Busset (beide verletzt), Tadic, Yesilcayir, Zizzi, Maloku, Luan und Sadrijaj (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Izmirlioglu, Ismaili (beide verletzt), Sarcevic, Talabidi, Jones, Paunescu, Abubakar, Abazi, Sauter, Klein und Krunic (alle nicht im Aufgebot). – 70. Pfostenschuss Silvio.
Verwarnungen: 7. Selasie, 18. Mätzler, 45. Kryeziu, 82. Schäppi. – Platzverweis: 42. Alessandrini (Hands).

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Jung, sehr jung

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Bravo Jungs

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In der Kabine wurde gesungen und getanzt. Der Ligaerhalt steht zwei Runden vor Schluss dank dem ersten Saisonsieg gegen den FC Chiasso fest. «Es macht mich richtig stolz, die Jungs haben sich das dank einer grossen Mentalität verdient. Es ist eine riesige Erleichterung für alle», konnte Cheftrainer Alex Frei nach dem schwierigen Spiel gegen die Tessiner feststellen. Auch aus den Worten von Captain Philipp Muntwiler war dieser Stolz herauszuhören: «Uns ist heute ein Riesen Stein vom Herzen gefallen, und es ist mehr als verdient für die Arbeit der ganzen Saison. Wir haben trotz Rückschlägen nie aufgegeben.»

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Die Ausgangslage vor dem Spiel gegen den FC Chiasso ist klar: Mit einem Sieg hat der FC Wil 1900 den Klassenerhalt geschafft. «Die Spieler kennen die Ausgangslage. Sie wissen, dass sie alles klar machen können», sagt Cheftrainer Alex Frei.  Dass unser Team über eine prima Moral verfügt, hat es am Freitag in Neuenburg gezeigt, als der Ausgleich in der letzten Minute der Nachspielzeit noch gelang.

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