„Es ist fünf vor zwölf“
11. April 2021

SPIELBERICHT

Speziell war die Situation schon: Unser Team spielte zuhause und war dennoch das Auswärtsteam. Aber von diesem «Heimvorteil» war vorab in der ersten Halbzeit wenig zu sehen. Schon nach 11 Minuten traf Sämi Ballet zum 1:0. Wieder Ballet! Bis zum Winter gehörte der Stürmer zum Kader des FC Wil 1900 – jetzt traf er in beiden Spielen gegen seinen ex-Verein. Die erste Halbzeit war ungenügend, nach der Pause steigerte sich unser Team. «In der zweiten Halbzeit kann ich der Mannschaft null Vorwurf machen. Sie hat umgesetzt, was wir wollten, aber wir sind nicht mit dem Ausgleich belohnt worden», so Cheftrainer Alex Frei.

In Abwesenheit des verletzten Serkan Izmirlioglou erhielt der erst 18-jährige Vorarlberger Leo Mätzler nun bereits zum zweiten Mal das Vertrauen und stand in der Startelf. So richtig freuen darüber konnte er sich nicht: «Davon kann ich mir jetzt nichts kaufen. Natürlich ist es schön, regelmässig auf dem Platz zu stehen, aber lieber gewinnen wir die Spiele.» Auch er musste feststellen, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit nie richtig ins Spiel und in die Zweikämpfe gekommen sei: «Der Gegner war einfach besser. «In der Offensive ging auf den letzten 30 Metern viel zu wenig, wie unser Trainer konstatieren musste: «Die letzten 30 Meter sind individuelle Klasse, Kreativität, Talent, Gier und Wille – und das geht uns im Moment etwas ab.»

Mitten im Abstiegskampf

Noch immer liegt unser Team sechs Punkte vor dem Tabellenletzten Chiasso auf Rang 7, aber der Vorsprung ist geschmolzen. Die Niederlage gegen den FC Winterthur ist ärgerlich und unnötig. Sie bringt unser Team weiter in Bedrängnis. Alex Frei mahnt: «Vor einer Woche war es noch zehn vor zwölf, jetzt ist es fünf vor zwölf!».  Die nächsten Aufgaben sind anspruchsvoll: Am kommenden Samstag reist die Mannschaft zu Leader GC, in zehn Tagen kommt der formstarke FC Aarau ins Bergholz.

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Alex Frei bei «Gredig direkt» (SRF)

Alex Frei bei «Gredig direkt» (SRF)

Unser Cheftrainer Alex Frei ist heute Donnerstagabend (22:25 Uhr SRF1) zu Gast in der Sendung «Gredig direkt». Einen Tag vor dem Start zur Fussball-Europameisterschaft stellt er sich zusammen mit seinem langjährigen Nationalmannschafts-Kollegen Johann Vogel (heute Trainer der U19-Nationalmannschaft) den Fragen von Urs Gredig. Gemeinsam bestritten Alex Frei und Johann Vogel die EM 2004 in Portugal und die WM 2006 in Deutschland und werden sicherlich einiges zu erzählen haben über damals und heute.

Willkommen Sebastian und Marvin

Willkommen Sebastian und Marvin

Der FC Wil 1900 gibt zwei weitere Transfers bekannt: Der Deutsche Sebastian Malinowski (23) hat beim FC Wil 1900 einen 2-Jahresvertrag bis zum 30. Juni 2023 unterzeichnet. Er stand zuletzt bei Absteiger Chiasso unter Vertrag und bestritt in der vergangenen Saison 19 Partien (1 Tor) für die Tessiner. Insgesamt spielte er rund 60-mal für den FC Chiasso. Mittelfeldspieler Sebastian Malinowski stammt aus Freudenstadt im Schwarzwald. Er durchlief mehrere Junioren-Stufen beim FC Basel bis hin zur U21, bevor er sich 2018 dem FC Chiasso angeschlossen hatte.
Vom Grasshopper Club Zürich kommt Torhüter Marvin Keller (18). Er erhält bei uns ebenfalls einen 2-Jahresvertrag bis zum 30. Juni 2023. Marvin durchlief bei GC alle Juniorenstufen von der U15 bis zur U21 und spielte auch in der Schweizer U19-Nationalmannschaft.
Wir heissen Sebastian und Marvin herzlich willkommen und wünschen alles Gute für die Zeit in Wil.

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