80 gute Minuten reichen nicht
4. April 2021

SPIELBERICHT

Es ist allen bewusst: Das Spiel dauert 90 Minuten (oder etwas mehr). Dennoch muss unser  Team immer wieder späte Gegentore einstecken. Und auch die Anzahl der erhaltenen Treffer ist zu hoch: Zuletzt gegen Aarau, Kriens und jetzt Thun gab es acht Gegentore. Fünf davon fielen nach der 80. Minute! Darüber ärgert sich Cheftrainer Alex Frei: «Unser Plan ist 80 Minuten aufgegangen. Aber in den letzten drei Spielen kassieren wir zuviele Gegentreffer. Wir stecken wieder mitten im Abstiegskampf».

Über weite Strecken hielt unser Team mit dem Absteiger aus der Super League gut mit, stand kompakt, liess kaum etwas zu und konterte sehr gefällig. Oft kam dann allerdings der letzte Pass nicht an. Die schnelle Thuner Führung nach der Pause glich Valon Fazliu mittels Penalty aus – er selber war gefoult worden. Natürlich verfügt der FC Thun über mehr Erfahrung und mehr Qualität, aber das lässt Valon Fazliu als Erklärung für die Niederlage nur beschränkt gelten: «Thun ist viel erfahrener, aber wir haben genug talentierte Spieler, um mithalten zu können.»

Naive Gegentore

Und damit sind wir wieder bei den späten Gegentoren. Alex Frei hadert mit dem Spielverlauf, weil er weiss, dass mehr dringelegen wäre: «Du musst auch mal fähig sein, einen Punkt mitzunehmen. Wir haben in den letzten zehn Minuten zwei Gegentore kassiert, die so auf diesem Niveau einfach nicht passieren dürfen.»

Es war eine schlechte Runde für den FC Wil 1900: Die in der Tabelle hinter uns liegenden Teams Chiasso und Xamax gewannen ihre Spiele, der SC Kriens holte in der Nachspielzeit noch einen Punkt, weil das Spiel eben nicht nur 80 Minuten dauert.

Am kommenden Samstag tritt unser Team auswärts gegen den FC Winterthur an – im Wiler Sportpark Bergholz.

HOPP WIL

chliinä Club, grossi Gschichtä

FC Thun – FC Wil 1900 3:1 (0:0)
Stockhorn Arena, Thun: keine Zuschauer – Schiedsrichter: Staubli.
Tore: 49. Chihadeh 1:0, 53. Fazliu (Foulelfmeter) 1:1, 81. Dos Santos 2:1, 91. Kyeremateng 3:1.
Thun: Hirzel; Kablan, Sutter, Havenaar, Hefti; Rüdlin, Fatkic (62. Dos Santos); Schmidt (68. Salanovic), Karlen, Schwizer (68. Dzonlagic); Chihadeh (62. Kyeremateng).
Wil: Köhn; Dickenmann, Muntwiler, Mätzler, Kronig; Fazliu, Krasniqi; Brahimi (62. Haile-Selassie), Zumberi (87. Ndau), Tushi (75. Jones); Silvio (87. Blasucci).
Bemerkungen: Thun ohne Castroman, Hasler (beide verletzt), Rodrigues, Wetz, Vasic, Furher, Ahmed und Wyssen (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Izmirlioglu, Ismaili, Abazi (alle verletzt), Abubakar, Klein, Talabidi, Paunescu, Sarcevic, Mettler und Krunic (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 40. Brahimi, 44. Fatkic, 76. Dzonlagic, 78. Jones.

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Willkommen Sebastian und Marvin

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Der FC Wil 1900 gibt zwei weitere Transfers bekannt: Der Deutsche Sebastian Malinowski (23) hat beim FC Wil 1900 einen 2-Jahresvertrag bis zum 30. Juni 2023 unterzeichnet. Er stand zuletzt bei Absteiger Chiasso unter Vertrag und bestritt in der vergangenen Saison 19 Partien (1 Tor) für die Tessiner. Insgesamt spielte er rund 60-mal für den FC Chiasso. Mittelfeldspieler Sebastian Malinowski stammt aus Freudenstadt im Schwarzwald. Er durchlief mehrere Junioren-Stufen beim FC Basel bis hin zur U21, bevor er sich 2018 dem FC Chiasso angeschlossen hatte.
Vom Grasshopper Club Zürich kommt Torhüter Marvin Keller (18). Er erhält bei uns ebenfalls einen 2-Jahresvertrag bis zum 30. Juni 2023. Marvin durchlief bei GC alle Juniorenstufen von der U15 bis zur U21 und spielte auch in der Schweizer U19-Nationalmannschaft.
Wir heissen Sebastian und Marvin herzlich willkommen und wünschen alles Gute für die Zeit in Wil.

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