In extremis zurück an die Spitze
4. März 2023

Als Captain Muntwiler in der 90. Minute mit der ersten wirklich gefährlichen Wiler Torchance in der zweiten Halbzeit knapp an Torhüter Martin scheiterte, schien das Spiel verloren. Doch weit gefehlt: Vier Minuten später schlug wiederum die Wiler Allzweckwaffe zu – ein stehender Ball. Ndau zirkelte die Kugel auf den Kopf von Lukembila, der zum viel umjubelten 1:1 einnetzte. Viele Emotionen auf beiden Seiten. Doch einzig Maier sah gelb. Sei’s drum: Der FC Wil 1900 bleibt eine weitere Woche auf Platz 1 der Tabelle, zum 13ten mal in der laufenden Saison. Ligaspitzenwert!

Coach Iacopetta mochte keine Experimente eingehen und setzte auf die bewährte Startelf. Das Spiel begann gefällig, auf beiden Seiten entstanden jedoch kaum Torchancen. Die erste zwingende Möglichkeit hatte Le Pogam, der am reflexschnellen Baumann scheiterte. In der folgenden halben Stunde war es eine Partie auf Augenhöhe, wobei allerdings die Hausherren etwas zwingender auftraten. In der 31. Minute trat Zumberi einen Freistoss, der die beiden kopfballstarken Wiler Innenverteidiger Montolio und Wallner in den Strafraum der Waadtländer lockte. Da der Ball in den Füssen der Gegner landete, ging es plötzlich ganz schnell. Der Konter von Yverdon schloss Beyer in die kurze Ecke ab – die zu fahrlässige Wiler Defensivarbeit wurde bestraft. Mit diesem Rückstand ging es in die Pause.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer*innen ein gutes Challenge League Spiel mit soliden Abwehrreihen. Entsprechend waren die zwingenden Torchancen weiterhin rar gesät. Wenn es mal gefährlich wurde, dann war dies mehr individuellen Fehlern geschuldet als schönen Passkombinationen. In der 70. Minute entschied sich Iacopetta mit der Umstellung auf eine Dreier-Abwehr für eine “alles-oder-nichts-Strategie”. So verlagerte sich das Spielgeschehen immer mehr in die Platzhälfte von Yverdon. Weil die Elf von Coach Schällibaum in Durchgang zwei keine richtige Torchance mehr kreierte und viel zu wenig für das Spiel tat, war der Wiler Ausgleichstreffer mehr als verdient.

Weiter geht es für den FC Wil in gut einer Woche mit einem weiteren Auswärtsspiel. Am Sonntag, 12. März trifft er um 16.30 Uhr auswärts auf den FC Thun. Bevor eine Woche später der FC Aarau in der Lidl Arena erwartet wird. 12 Partien verbleiben – das letzte Spiel der Saison 2022/23 findet am Samstag, 27. Mai zu Hause gegen den FC Yverdon-Sports statt. Um was es dann noch geht, werden die kommenden Wochen zeigen.

An dieser Stelle wünschen wir auch unserem Nachbarn im Sportpark Bergholz, dem EC Wil, viel Erfolg im Playoff-Final gegen Bellinzona!

HOPP WIL!


Telegramm:

Yverdon Sport FC – FC Wil 1900 1:1 (1:0)
Stade Municipal, Yverdon: 1015 Zuschauer – Sr: Wolfensberger.

Tore:31. Beyer 1:0, 94. Lukembila 1:1.

Yverdon Sport FC:Martin; Sauthier, Maluda, Gétaz, Le Pogam; Silva, Beyer (89. Beleck), Kabalcalman (79. Lusuena); Hautier (79. Sörensen), Berdayes (89. Maurin), Ninte (65. Kone).
FC Wil 1900:
Baumann; Dickenmann (70. Muci), Montolio, Wallner, Heule (89. Cueni); Zumberi (70. Ndau), Muntwiler, Maier (89. Altmann); Bahloul (56. Brahimi), Silvio, Lukembila.

Bemerkungen:Yverdon ohne Fargues, Mauro Rodrigues, Samardzic, Truchot, Vishi, Zock (alle verletzt), Mazzeo, Miguel Rodrigues, Rodriguez und Thioune (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Reichmuth (krank), Malinowski (verletzt), Strübi, Abazi und Baralija (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 13. Sauthier, 29. Hautier, 34. Silva, 50. Dickenmann, 90. Montolio, 95. Maier.

 

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